Dienstag, 29. Januar 2008

2,2 Millionen geplatze US Hypotheken

Wie der Spiegel berichtet, greift die Immobilienkrise in den USA weiter um sich.

In diesem Zusammenhang möchte ich gerne nochmals an mein Zitat erinnern:

Problematisch an der Hypothekenkrise ist der zwangsläufige Rückgang des Konsums. Wer nicht einmal mehr die Raten für sein eigenen Haus bezahlen kann, wird ganz sicher weniger bei Starbucks, Wal Mart & Co. eingekaufen und konsumieren.
Ich glaube, dass diese Problematik an den Börsen und Finanzmärkten noch gar nicht richtig verarbeitet wurde.
Im Aktien-Strategie Depot des Aktienclubs wurden übrigens in den letzten Tagen Aktien verkauft und statt dessen Gold und Silber erworben.


Die Immobilienkrise trifft erschreckend viele US-Bürger: Laut Zeitungsbericht konnten im letzten Jahr 2,2 Millionen Haushalte ihre Hypothek nicht zahlen. Zudem gab es 75 Prozent mehr Zwangsvollstreckungen von Darlehen als im Vorjahr.

Millionen Amerikaner können sich ihr eigenes Haus nicht mehr leisten: Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" schoss die Zahl der Zwangsvollstreckungen von Hypothekendarlehen im vergangenen Jahr um 75 Prozent nach oben. Insgesamt gab es 2,2 Millionen Hypothekenausfälle, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen Immobiliendatenanbieter. Mehr als ein Prozent aller US-Haushalte wäre demnach betroffen.

Gegen Jahresende sei die Zahl der Kreditausfälle noch einmal kräftig gestiegen: Im Dezember verdoppelte sie sich fast im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die höchste Rate verzeichnete den Angaben zufolge der Bundesstaat Nevada - hier sind 3,4 Prozent der Haushalte betroffen. Dahinter folgten Florida, Michigan und Kalifornien.

Experten erwarten keine schnelle Besserung der Lage. Da bei zahlreichen Darlehen im laufenden Jahr eine automatische Zinserhöhung ansteht, gilt ein weiterer Anstieg der Ausfallraten als möglich.

US-Hausbesitzer leiden durch die Kreditkrise unter einer deutlich geringeren Nachfrage und sinkenden Preisen auf dem Immobilienmarkt. Ihre Häuser als Sicherheiten verlieren damit deutlich an Wert. Zudem können sie nicht mehr wie bisher die Eigenheime gewinnbringend verkaufen und damit ihre teils immensen Kredite umschulden.

7 Comments:

egghat said...

Ich würde gerne eine Sache hinzufügen:

Es gibt Leute, die *freiwillig* ihre Immobilie in die Zwangsversteigerung laufen lassen! Weil man in den USA nicht persönlich für die Hypothek haftet, sondern *nur* mit der Immobilie. Die geht mit der Hypothek an die Bank und man ist raus.

Wenn man entdeckt, dass das Haus gegenüber genauso gut, aber schon 100.000 Dollar billiger ist als das eigene Haus mit Hypothek, lässt man die eine Hypothek vor die Wand fahren und man hat 100.000 Dollar gespart ...

Nach der Subprime-Krise kommt die Mückenplage

Blogger said...

Klar, erstmal sparen die Leute, dann geht die Bank Pleite, der Einlagensicherungsfond steht gerade...am Ende steht wieder das Ehepaar da, denn ob Sie mehr Steuern oder mehr Kredit zahlen ist dann auch egal. Der Wirtschaftskreislauf ist damit wieder geschlossen. Ein Teufelskreis.

Poppy said...

Hallo! Ist das Blog geschlossen? Wäre schade drum!

Vermögensaufbau Blog said...

Hallo Poppy,

nein, der Blog ist nicht geschlossen, nur komme ich leider momentan nicht zum Schreiben.

Er wird aber sicherlich wieder reaktiviert.

Danke für die Nachfrage.

willi said...

gerade derzeiten wäre ein weiterbloggen schön, da es spannende Zeiten sind, oder ??

eachtradingday said...

so ein jahr vorbei seit dem Post :D

schade das es hier nicht weiter geht.

das es noch schlimmer geht, wissen wir doch wo es enden wird ist noch nicht klar.

gruss
eachtradingday

Tim said...

Es gibt erste Erholungstendenzen. Die niedrigen Zinsen und die reduzierte Zahl der Neubauten entlasten. Kaufen wird gegenüber Mieten immer attraktiver. Die steuerliche Föderung hilft ebenso. Eigenheimerwerber, die das erste Mal zugreifen, kriegen einen fetten Scheck vom Finanzamt. Ich kaufe jetzt Bankaktien.